Weingärtner BadCannstatt gewinnen zweimal den Deutschen Rotweinpreis 2009

Deutscher Rotweinpreis 2009 - thomas Zerwec & Gerhard Schmid Bad Cannstatter Zeitung, 25.9.2009

Erstmalig in der Geschichte - Sieg bei den klassischen deutschen Sorten und in der Gruppe der Cuvées

In Bad Cannstatt sind ausgezeichnete Weine zu Hause. Das ist nicht neu, nun aber amtlich: Gleich zwei Weine der Weingärtner Bad Cannstatt konnten einen der begehrtesten Weinpreise Deutschlands gewinnen, den Deutschen Rotweinpreis. Gleich doppelt zu gewinnen ist in der Geschichte der Weingärtner zum ersten Mal der Fall.
Mit einem Wort: sagenhaft! - um den Erfolg zu beschreiben macht

Gerhard Schmid, Vorstand der Weingärtner Bad Cannstatt, keine langen Reden. Stolz ist ihm dennoch anzumerken: “Diese Preise abzuräumen, hätten wir nie erwartet.” Gleich zweimal trumpfte die Weingärtnergenossenschaft Bad Cannstatt auf. Sie siegte - gemeinsam mit dem Ahr-Weingut Burggarten aus Heppingen - bei den klassischen deutschen Sorten mit einem feinwürzigen Samtrot und holte sich zudem die Siegertrophäe in der starken Gruppe der Cuvées. Dicht dahinter eine weitere Genossenschaft aus Stuttgarter Fluren: Die Weinmanufaktur Untertürkheim liegt auf einem Medaillenrang und belegt den dritten Platz.

Jedes Jahr, wenn der Deutsche Rotweinpreis von der Fachzeitschrift Vinum vergeben wird, kann man die Anspannung in den Kellern und Räumen der Weinerzeuger Deutschlands förmlich spüren. Jedes Jahr lautet die bange Frage: Wer hat es dieses Jahr geschafft, die strenge Fachjury zu überzeugen? 1270 Weine bewarben sich um den Deutschen Rotweinpreis, 340 kamen ins Finale.

Überzeugt haben die Weingärtner Bad Cannstatt zweimal mit dem Samtrot, drei Sterne, 2007, und mit dem Condistat, drei Sterne, 2006. Ein Ritterschlag also, mit dem sich die Weingärtner rühmen dürfen. Wie kaum eine andere Genossenschaft in Deutschland haben die Cannstatter konsequent auf höchste Qualität gesetzt und nun den Beweis erhalten, dass sich der Einsatz gelohnt hat. “Dabei ist es sowohl den Mitgliedern der Genossenschaft, wie auch dem Kellermeister Thomas Zerweck zu verdanken, dass man immer häufiger die Früchte des Erfolgs ernten kann”, sagt Schmid. Gemeinsam mit den Wengertern habe man ein Qualitätssystem installiert, das bereits beim ersten Rebenschnitt im Winter beginne, sich über die sorgfältige Pflege der Reben im Sommer erstrecke und schliefllich im Keller ende. In den vergangenen Jahren wurde in die Anlagen der Kelter viel investiert. “Statt wie in manchen Betrieben die schnelle Gärung und Abfüllung zu suchen, lassen wir uns Zeit”, sagt Kellermeister Zerweck. Dabei setze man auf die klassische Maischegärung der Rotweine und das Heranreifen in Holzfässern. ”Gerade diese Methoden verleihen dem Rotwein einen besonderen Charakter.” Einer der Gründe, weswegen kürzlich neue Eichenholzfässer angeschafft wurden. Dass die beiden ersten Plätze beim Deutschen Rotweinpreis keine Einzelfälle bleiben, davon sind die Macher der Weingärtner Bad Cannstatt überzeugt. Gerade jetzt im Herbst, stehen die Wengerter wieder zwischen ihren Reben und geben alles, damit auch der Jahrgang 2009 ein besonderer wird. Auch der Kellermeister wird wieder alles daran setzen, damit die Weine - allen voran der Condistat - zu Meisterwerken werden. “Denn gerade die Cuvée Condistat, die aus Merlot, Syrah und Cabernet-Sauvignon gekonnt vom Kellermeister komponiert wurde, zeigt dessen Können”, so Gerhard Schmid.

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